Historische Dokumente zum Download
![]() |
| Keine Angst vor großen Tieren: Viktor Stern schrieb an Albert Einstein |
In der Familiensaga "Der Apparat und die Seele" wird eine Vielzahl von historischen Dokumenten zitiert und besprochen. Vier davon - drei Zeitungsartikel und ein Brief an/von Albert Einstein - finden Sie hier im vollen Wortlaut.
Im Sommer 1952 schrieb mein Großvater Viktor Stern an Albert Einstein in Princeton, New Jersey, einen langen Brief, in dem er seine Zweifel an der Relativitätstheorie kundtat. Einstein versah den Brief mit Randbemerkungen und schickte ihn an den Absender zurück - ein einzigartiges historisches Dokument, das in dem Buch "Der Apparat und die Seele" ausführlich besprochen wird und das hier im vollen Wortlaut nachzulesen ist.
Ebenfalls von Viktor Stern stammt das zweite hier veröffentlichte Dokument: "Den Zionismus entschieden bekämpfen" hieß ein Artikel, der im Februar 1953 im Ostberliner "Neuen Deutschland" erschien. Viktor Stern, selbst der Sohn eines Rabbiners, verteidigt darin die "antizionistische" Haltung der SED und der Ostblockregierungen, die zu massiver Judenverfolgung führte.
Ein paar Monate später, am 14. Juni 1953 erschien, ebenfalls im "Neuen Deutschland", eine Reportage von meiner Mutter Katja Stern mit dem schönen Titel "Es wird Zeit, den Holzhammer beiseite zu legen". Sie behandelte die baulichen und organisatorischen Missstände in der Stalinallee, dem damaligen Vorzeige-Bauprojekt der SED in Ostberlin. Der Artikel gilt als einer der Auslöser des Arbeiteraufstands vom 17. Juni 1953.
Das vierte und letzte Dokument stammt aus dem Jahre 1965. Es ist auch eine ND-Reportage: "Butler's Boogie" von meinem Vater Heinz Stern, ein Plädoyer für die Leipziger Beatgruppe "Butlers", die vom SED-Regime höchst misstrauisch bewacht und behandelt wurde.

